Fußball Bundesliga
25. Spieltag
VfB Stuttgart – Hertha BSC 2:0 (0:0)
Herthas Trainer Lucien Favre muss in der Mercedes- Benz Arena sein Team umstellen, für den suspendierten Patrick Ebert rückt Marko Babic in die Startelf. Zuvor hatten die Berliner viermal in unveränderter Formation gespielt. Hertha will nach Möglichkeit gegen die starken Stuttgarter drei Punkte einsammeln, um den vier Punkte Abstand an der Tabellenspitze zu verteidigen.
Den Stuttgartern war anzumerken, dass sie sich für die 0:4 Niederlage in Bremen rehabilitieren wollten und setzten den Spitzenreiter mächtig unter Druck. Cacau prüfte Berlins Torhüter in der 8. Minute mit einem Distanzschuss. Im Gegenzug verfehlte Andrey Voronin nur knapp das von Jens Lehmann gehütete VfB Tor. Der Stuttgarter Torjäger Mario Gomes bereitete Berlins Abwehr arge Probleme. Bereits in der 25. Minute musste Arne Friedrich verletzt ausgewechselt werden, der Kapitän wurde durch den Brasilianer Kaka ersetzt. Die Berliner hatten in der Vorwärtsbewegung zu viele unnötige Ballverluste, so dass sie nicht gefährlich vor des Gegners Tor gelangten. Der VfB Stuttgart bestimmte klar das Spiel konnte sich aber gegen Berlins Abwehr nicht entscheidend durchsetzen. Das torlose Unentschieden zur Halbzeit ist für Hertha schmeichelhaft.
Marko Babic der wie ein Fremdkörper im Spiel der Berliner wirkte rurde nach der Pause durch Gojko Kacar ersetzt. In der 47. Minute gewann Mario Gomez ein Kopfballduell gegen Josip Simunic, der Ball gelangte zu Cacau, der Jaroslav Drobny aus Nahdistanz keine Abwehrchance ließ. Vier Minuten ist es Sami Khedira der mit einem sehenswerten Kopfball, nach einem Freistoß von Thomas Hitzlsperger, für das 2:0 sorgte. Nun mussten die Berliner zwangsläufig mehr für die Offensive tun und Raffael und Pal Dardai prüften auch gleich Jens Lehmann. Mario Gomez hätte nach einer Stunde für die Vorentscheidung sorgen können, er verfehlte das Tor aber knapp. In der 62. Minute ging Maximilian Nicu vom Platz und der viel gescholtene Marko Pantelic kam in die Partie. Der Serbe wurde kurz danach im Strafraum gefoult, der Pfiff des Schiedsrichters blieb aber aus. Hertha war nun weitgehend überlegen, der Anschlusstreffer wollte aber nicht fallen, die Stuttgarter hatten bei ihren Konterangriffen Chancen ihre Torquote noch zu erhöhen. Es blieb beim Hochverdienten Sieg der Heimmannschaft. Der Spitzenreiter kam nicht wie gewohnt ins Spiel, was sicherlich an den gut disponierten Stuttgartern lag.
Das Team von Markus Babbel war stets gefährlich und an diesem Tag die bessere Mannschaft. Für die Berliner wird nach dieser Niederlage die Welt nicht untergehen, man bleibt an der Tabellenspitze und die Träumereien von der Meisterschaft, die in Berlin kursierten, werden nun hoffentlich wieder weniger werden. Die Verantwortlichen von Hertha BSC weigerten sich ohnehin das Saisonziel zu ändern und das ist natürlich sinnvoll. Die Teilnahme am Uefa- Cup wurde als Saisonziel ausgegeben und wenn das erreicht wird sollten in Berlin alle glücklich sein.
Mannschaftsaufstellungen
VfB Stuttgart
Lehmann, Träsch, Tasci, Boulahrouz, Magnin, Khedira, Gebhart (90. Boka), Hitzlsperger, Hilbert, Gomez, Cacau (88. Schieber)
Trainer
Markus Babbel
Hertha BSC
Drobny, Stein, Friedrich (25. Kaka), Simunic, Rodnei, Dardai, Cicero, Babic (46. Kacar), Nicu (61. Pantelic), Raffael, Voronin
Trainer
Lucien Favre
Tore
1:0 (47.) Cacau
2:0 (51.) Khedira
Schiedsrichter
Thorsten Kinhöfer
Zuschauer
50.000
Gelbe Karten
Rodnei, Stein
Hertha in der Einzelkritik
Jaroslav Drobny war machtlos bei den Gegentoren, verhinderte in der Schlussphase weitere Gegentreffer. 3
Marc Stein beschränkte sich weitgehend auf die defensive und war damit auch genug beschäftigt. 4
Arne Friedrich musste nach 25 Minuten wegen Verletzung ausgewechselt werden.
Kaka kam für Arne Friedrich und konnte ihn verständlicherweise nicht gleichwertig ersetzen. 4
Josip Simunic verlor einige Zweikämpfe, versuchte die Abwehr zusammen zu halten, was gegen die guten Stuttgarter nicht einfach war. 4
Rodnei spielte sehr engagiert, auch offensiv mit einigen technischen Einlagen. Wirkt aber oft zu übermotiviert. 4
Cicero hatte einen schweren Stand gegen die schnell und direkt spielenden Stuttgarter. 4
Pal Dardai kam nicht gewohnt in die Zweikämpfe. 4
Marko Babic wirkte wie ein Fremdkörper, fand überhaupt nicht ins Spiel und wurde folgerichtig ausgewechselt. 6
Gojko Kacar machte mehr Betrieb als Marko Babic, obwohl er lange verletzt war und dadurch noch nicht seine gewohnte Form abrufen konnte. 4
Maximilian Nicu ist schon seit einigen Spielen unter Normalform. 4
Raffael hatte viel Ballverluste und ungewohnte technische Fehler. Nach zuletzt guten Spielen, spielte er weit unter Form. 5
Andrey Voronin hatte in der Anfangsphase eine Torchance, ansonsten sehr lauffreudig und engagiert. 4
Peter Müller
