1:0-Sieg in Gladbach / Schon 14 Rückrundenpunkte

„Bayern-Schreck“ Dennis Grote hatte einen Spieltag Verspätung: Nach seinem Ausgleich in der Nachspielzeit beim FC Bayern in der Hinrunde landete der Youngster eine Woche nach der klaren 0:3-Heimniederlage gegen den Rekordmeister nun beim Gastspiel gegen Borussia Mönchengladbach den großen Coup. Sein satter Flachschuss aus 20 Metern in der 29. Minute bringt dem VfL Bochum in der jetzt länderspielfreien Zeit einige unbeschwerte Tage, während den Fohlen die Sorgenfalten nach zwei Siegen in Serie jetzt tiefer denn je im Gesicht stehen.

Massive Abwehr

Wer hätte das in Bochum gedacht? 14 Punkte aus den acht ersten Spielen der Rückrunde – eine glänzende Bilanz, vor allem angesichts der in Gladbach abermals dreifachen Ausfälle in der Innenverteidigung (Maltritz, Yahia, Pfertzel). Da standen in der zugegeben kopflosen Schlussoffensive Möchengladbachs die unerfahrenen Patrick Fabian und Mergim Mavraj im Zentrum der VfL-Deckung und erweckten den Eindruck, als hätten sie schon Hunderte solcher Partien auf Bundesliga-Niveau nach Hause geschaukelt.

„Glück des Tüchtigen“

Als dann in der 90. Minute auch noch ein bisschen „Glück des Tüchtigen“ dazu kam, war der erste Bochumer Auswärtssieg der Saison perfekt. Denn erst rettete der diesmal alles andere als souveräne Bochumer Zeberus Fernandes gegen Colautti in höchster Not, dann musste Ono als „letzte Instanz“ noch einen Ball von der Linie schlagen. Das war´s dann aber: Keine weiteren Treffer in einer ansonsten spielerisch ereignislosen zweite Hälfte, in der die nervösen Borussen die Brechstange auspackten und das in bordeauxrot aufgelaufene Bochum im Angriffsbereich nicht nur wegen fehlender Präzision wie schon gegen die Bayern keine Akzente setzen konnte.

Keine Feinkost

Denn die Offensive spielte in den taktischen Überlegungen von Coach Marcel Koller zuletzt keine große Rolle. Der Erfolg gibt dem Schweizer Recht, die VfL-Spiele aber werden dadurch alles andere als fußballerische Feinkost. Dem Gästeanhang im mit 49 282 Zuschauer gut gefüllten Borussia-Park jedenfalls war´s egal. Sie feierten ihr Team, in dem Epallé und Azaouagh erneut nicht ihren besten Tag erwischten. Deutlich besser als noch in der Vorwoche aber spielte Außenverteidiger Matias Concha, der Nationalspieler Marin sowie zeitweilig Matmour überhaupt nicht ins Spiel kommen ließ. In zwei Wochen (Samstag, 4. April) erwartet der aufstrebende VfL den VfB Stuttgart. Mit besonderer Spannung wird man dann auf die Nominierung der Bochumer Innenverteidigung blicken, in der sich zumindest Mavraj als feste Größe etabliert hat.

mik

Mönchengladbach: Bailly, Stalteri, Daems, Brouwers, Levels (ab 67. Dante), Galasek (ab 80. Colautti), Bradley, Marin, Baumjohann, Matmour (ab 71. Neuville), Friend.

Bochum: Fernandes, Concha, Mavraj, Fabian, Fuchs, Dabrowski, Imhof, Epallé (ab 69. Ono), Azaouagh (ab 89. Bönig), Grote (ab 72. Freier), Klimowicz.

Tore: 0:1 (29.) Grote

Zuschauer: 49 282

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